Warum Best Practices für Remote-Meetings wichtig sind
Remote-Arbeit hat die Art und Weise, wie Teams zusammenarbeiten, grundlegend verändert. Da verteilte Teams zur Norm werden, ist die Beherrschung virtueller Meetings nicht mehr optional – sie ist entscheidend für den geschäftlichen Erfolg. Ohne geeignete Methoden können Remote-Meetings jedoch schnell zu wahren Produktivitätskillern werden.
Die gute Nachricht? Gut moderierte Remote-Meetings können die Teamproduktivität tatsächlich um 25 % steigern. Der Schlüssel liegt in der Umsetzung bewährter Best Practices, die die Zeit der Teilnehmenden respektieren, die Beteiligung aufrechterhalten und echte Ergebnisse vorantreiben.
Wichtige Statistiken
- • Remote-Mitarbeitende nehmen an 50 % mehr Meetings teil als Büroangestellte
- • 92 % der Meetingteilnehmer multitasken während virtueller Meetings
- • 55 % der Remote-Mitarbeiter sagen, dass Meetings eine E-Mail hätten sein können
- • Gut moderierte Remote-Meetings steigern die Produktivität um 25 %
Vorbereitungen vor dem Meeting
Die effektivsten Remote-Meetings beginnen mit gründlicher Vorbereitung. Bevor du ein virtuelles Meeting ansetzt, tritt einen Schritt zurück und frage dich: Hätte dieses Meeting eine E-Mail sein können? Diese einfache Frage kann dir und deinen Teammitgliedern unzählige Stunden ersparen.
1. Hinterfrage die Notwendigkeit des Meetings
Führe niemals ein Meeting nur zum Informationsaustausch durch. Nutze stattdessen Chat, E-Mail, Videonachrichten mit Tools wie Loom oder aufgezeichnete Sprachnachrichten. Reserviere synchrone Meetings für Diskussionen, die eine Zusammenarbeit in Echtzeit, Entscheidungsfindung oder Brainstorming erfordern.
Profi-Tipp:
Asynchrone Kommunikation gibt den Menschen Zeit, komplexe Themen gründlich zu durchdenken, erstellt automatisch Dokumentation und respektiert die konzentrierte Arbeitszeit aller.
2. Sende die Agenda im Voraus
Senden Sie die Besprechungsagenda im Voraus, um die Teilnehmenden darauf vorzubereiten, was sie erwartet. So wird sichergestellt, dass die Mitglieder die Besprechungszeit dank ihrer vorherigen Vorbereitung optimal nutzen. Fügen Sie Gesprächsthemen, Zeitvorgaben und alle vorbereitenden Lektüren bei.
Effektive Elemente einer Agenda für Remote-Meetings:
- • Klare Meetingziele und erwartete Ergebnisse
- • Bestimmte Gesprächsthemen mit Zeitbegrenzungen
- • Links zu relevanten Dokumenten oder Ressourcen
- • Technische Anforderungen (Software, Login-Informationen)
- • Namen der Moderatoren und Referenten
3. Meeting-Rollen zuweisen
Weisen Sie jemanden als Zeitnehmer und jemanden zum Protokollführen zu. Sie können auch die technisch versierteste Person im Meeting finden und ihr eine Unterstützungsrolle zuweisen, falls technische Probleme auftreten. Klare Rollen stellen sicher, dass die Sitzung reibungslos verläuft.
Erwägen Sie den Einsatz von KI-Meeting-Assistenten, um die Protokollführung automatisch zu übernehmen und die Teilnehmenden so von Notizen zu entlasten, damit sie sich auf die Diskussion konzentrieren können.
Meeting-Struktur und -Dauer
Die Ermüdung durch Remote-Meetings ist real und macht ein gutes Zeitmanagement in virtuellen Umgebungen noch wichtiger. Halte deine Remote-Meetings mit diesen Dauerempfehlungen fokussiert und effizient.
Halte Meetings unter 60 Minuten
Begrenze Remote-Meetings auf maximal 25 Minuten und versuche, sie früher zu beenden. Die fünf zusätzlichen Minuten dienen als Puffer, falls du direkt im Anschluss ein weiteres Meeting hast. Plane bei längeren Sitzungen Remote-Meetings so, dass sie jeweils weniger als eine Stunde dauern.
Überlegen Sie, einen Tag pro Woche, zum Beispiel den Freitag, als komplett meetingfreien Tag festzulegen.
Teilnehmerzahl optimieren
Für Entscheidungsfindungen sind 5–8 Teilnehmende optimal. Mehr Teilnehmende führen zu unhandlichen Diskussionen, in denen viele zu passiven Beobachtenden werden. Kleinere Gruppen fördern aktive Beteiligung.
Für größere Gruppen solltest du Breakout-Räume nutzen, um kleinere Diskussionen zu ermöglichen.
Fokussiere dich auf Lösungen
Konzentriere dich darauf, Lösungen zu finden, anstatt Probleme zu diskutieren. Die Teilnehmenden verlieren jegliches Interesse, wenn das Remote-Meeting nur daraus besteht, ein Problem zu besprechen, das ohnehin allen bekannt ist. Richte deine Remote-Meetings stattdessen auf das Brainstorming von Lösungen aus.
Nutzen Sie kollaborative Whiteboard-Tools für das Echtzeit-Brainstorming von Lösungen.
Pausen für Übergänge einplanen
Plane 25-minütige oder 50-minütige Meetings statt 30 oder 60 Minuten. So haben die Teilnehmenden Zeit, eine Pause zu machen, sich zu strecken oder sich auf ihr nächstes Meeting vorzubereiten, ohne sich gehetzt zu fühlen.
Aufeinanderfolgende Meetings ohne Pausen führen zu Burnout und geringerer Produktivität.
Video- und Kameraetikette
Ein großer Teil unserer Kommunikation ist nonverbal, und diese Signale wahrzunehmen ist entscheidend. Ohne Video ist es unmöglich, die Körpersprache einer Person zu lesen. Machen Sie Videotelefonate zur Regel und Audioanrufe zur Ausnahme.
Bewährte Kamera‑Methoden
Wann man Video verwenden sollte
- • Meetings mit weniger als 10 Teilnehmern
- • Einzelgespräche
- • Teamdiskussionen, die Zusammenarbeit erfordern
- • Meetings mit Kunden oder externen Stakeholdern
- • Präsentationen, bei denen Engagement wichtig ist
Tipps zur Videoeinrichtung
- • Stelle die Kamera auf Augenhöhe für eine natürliche Sicht
- • Schau direkt in die Kamera, um Blickkontakt herzustellen
- • Sorge für gute Beleuchtung in deinem Gesicht
- • Verwenden Sie einen neutralen oder professionellen Hintergrund
- • Testen Sie Audio und Video, bevor Sie beitreten
Audio-Etikette
Stummschalte dein Mikrofon, wenn du nicht sprichst. Diese höfliche Meeting-Regel hilft dabei, Hintergrundgeräusche zu reduzieren, Ablenkungen zu verhindern und den Fokus auf die sprechende Person zu richten. Verwende die „Unmute“-Schaltfläche oder ein Tastenkürzel für schnelle Reaktionen.
Engagement-Techniken
Die Einbindung von Remote-Teilnehmenden erfordert gezielte Anstrengung. Da 92 % der Menschen während virtueller Meetings multitasken, benötigen Sie interaktive Techniken, um die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten und die Beteiligung zu fördern.
Interaktive Techniken
- • Beginnen Sie mit Check-ins, um sich persönlich zu verbinden
- • Verwende Umfragen für schnelle Stimmungsabfragen
- • Nutzen Sie Breakout-Räume für kleine Diskussionen
- • Wechseln Sie die Sprechrollen zwischen den Teilnehmenden
- • Begrenze die Präsentationszeit, um die Interaktion zu fördern
Kollaborationstools
- • Whiteboard-Tools verwenden (Miro, Stormboard)
- • Nutze Chat für parallele Diskussionen
- • Dokumente für die Echtzeitbearbeitung freigeben
- • Verwende Reaktionen und Emojis für schnelles Feedback
- • Sitzungen für asynchrones Ansehen aufzeichnen
Brainstorming in Remote-Meetings
Brainstorming ist eine großartige Methode für virtuelle Teams, um neue Ideen festzuhalten und mögliche Lösungen zu erkunden. Verwende Whiteboard-Tools wie Miro, Stormboard, Collaboard und Conceptboard für virtuelle Brainstorming-Sitzungen.
Gib den Teilnehmenden Zeit, um unabhängig voneinander Ideen zu sammeln, bevor die Gruppendiskussion beginnt, damit ruhigere Teammitglieder gleichermaßen beitragen können.
Ausgleich von asynchroner und synchroner Kommunikation
Nicht alles muss ein Meeting sein. Tatsächlich sind 55 % der Remote-Mitarbeitenden der Meinung, dass die meisten Meetings auch eine E-Mail hätten sein können. Das richtige Gleichgewicht zwischen synchroner und asynchroner Kommunikation zu finden, ist der Schlüssel zum Erfolg von Remote-Teams.
Verwende Sync Meetings für
- • Komplexe Entscheidungsfindung
- • Brainstorming und Ideation
- • Vertrauliche Gespräche
- • Teambuilding-Aktivitäten
- • Dringende Problemlösung
- • Aufbau von Kundenbeziehungen
Nutze asynchrone Kommunikation für
- • Statusaktualisierungen und Berichte
- • Informationsaustausch
- • Nicht dringende Fragen
- • Dokumentation und Feedback
- • Aufgaben, die tiefes Nachdenken erfordern
- • Zusammenarbeit über Zeitzonen hinweg
Vorteile asynchroner Kommunikation
Asynchrone Kommunikation gibt den Menschen Zeit, komplexe Themen durchdacht zu bearbeiten, erzeugt automatische Dokumentation und respektiert die Deep-Work-Zeit aller. Tools wie Loom für Videonachrichten, Slack für Chat und E-Mail bieten flexible Alternativen zu Live-Meetings.
Technologie und Werkzeuge
Die Wahl der richtigen Plattform und der Einsatz von KI-Tools können die Effektivität Ihrer Remote-Meetings erheblich verbessern. Nutzen Sie KI, um Meetings aufzuzeichnen, zu transkribieren und automatisch zusammenzufassen – so ist es ganz einfach, alle auf dem gleichen Stand zu halten, egal ob sie live oder asynchron teilnehmen.
Top Videokonferenzplattformen
Zoom
Am besten für Skalierbarkeit, Breakout-Räume und Webinare
Microsoft Teams
Am besten für die Integration in Microsoft 365
Google Meet
Am besten für Google Workspace-Nutzer
Otter.ai
Echtzeit-Transkription mit KI-Zusammenfassungen und Nachverfolgung von Aktionspunkten für Remote-Meetings
Fireflies.ai
KI-Meeting-Assistent mit CRM-Integration und durchsuchbaren Meeting-Archiven
tl;dv
Meeting-Recorder mit KI-Highlights und Clip-Sharing für asynchrone Ansicht
Checkliste für Best Practices bei Remote-Meetings
Vor
- ☐ Frage: Könnte das asynchron sein?
- ☐ Tagesordnung im Voraus senden
- ☐ Auf 5–8 Teilnehmende begrenzen
- ☐ Zeitwächter und Protokollführer zuweisen
- ☐ Relevante Dokumente teilen
- ☐ Technische Einrichtung testen
Während
- ☐ Unter 60 Minuten bleiben
- ☐ Verwenden Sie Kameras, wenn es angemessen ist
- ☐ Stummschalten, wenn du nicht sprichst
- ☐ Interaktive Techniken verwenden
- ☐ Fokus auf Lösungen
- ☐ Erfasse Aktionspunkte live
Nach
- ☐ Aufnahme/Transkript teilen
- ☐ KI-Zusammenfassung verteilen
- ☐ Aufgabenpunkte Verantwortlichen zuweisen
- ☐ Projekt-Tools aktualisieren
- ☐ Folgeaktivitäten planen
- ☐ Feedback einholen
Überlegungen zur Zeitzone
Das größte Hindernis für eine effektive Remote-Zusammenarbeit ist eine effiziente Zeitzonenkoordination. Bei verteilten Teams rund um den Globus erfordert die Planung von Meetings, die für alle funktionieren, eine sorgfältige Abstimmung.
Best Practices für Zeitzonen
- • Rotieren Sie die Besprechungszeiten, um die Unannehmlichkeiten zu teilen
- • Verwende Weltzeituhr-Tools, um sich überschneidende Zeiten zu finden
- • Gib in Termineinladungen immer die Zeitzonen an
- • Meetings für diejenigen aufzeichnen, die nicht live teilnehmen können
- • Ziehen Sie asynchrone Alternativen für globale Teams in Betracht
Tipps zur Terminplanung
- • Verwende Terminplanungs-Tools wie Calendly oder Doodle
- • Kalender so einstellen, dass mehrere Zeitzonen angezeigt werden
- • Vermeide es, während der Nachtstunden von jemandem zu planen
- • Erstellen Sie ein Teamdokument zu überlappenden „Golden Hours“
- • Achte auf lokale Feiertage und Bräuche
Vermeide diesen Fehler
Plane kein Meeting für 10 Uhr britischer Zeit, wenn du Kolleg:innen in New York hast – sie müssten um 5 Uhr morgens aufstehen. Prüfe immer die lokale Uhrzeit aller Teilnehmenden, bevor du Einladungen verschickst.
Tipps für hybride Meetings
Hybride Meetings – bei denen einige Teilnehmer persönlich anwesend sind und andere remote zugeschaltet werden – stellen besondere Herausforderungen dar. Ohne angemessene Moderation fühlen sich Remote-Teilnehmer oft wie Bürger zweiter Klasse.
Die goldene Regel für hybride Meetings
Bitte bitten Sie immer zuerst die Remote-Teilnehmer zu sprechen. Wenn Sie die Runde für Fragen eröffnen, sagen Sie: „Wenden wir uns zuerst an die Leute auf dem Bildschirm – hat jemand online einen Kommentar?“ So verhindern Sie, dass die Teilnehmer im Raum die Diskussion dominieren.
Für Meeting-Hosts
- • In hochwertige Raumkameras und Mikrofone investieren
- • Zeigen Sie entfernte Teilnehmende auf einem großen Bildschirm an
- • Wiederhole Kommentare im Raum für entfernte Zuhörer
- • Verwende den Chat für Fragen aus beiden Gruppen
- • Bestimmen Sie jemanden, der die Remote-Teilnehmenden beobachtet
Für Remote-Teilnehmende
- • Nutze die Hand-heben-Funktion, um an Diskussionen teilzunehmen
- • Scheue dich nicht, nach einer Klarstellung zu fragen
- • Lass deine Kamera an, um sichtbar zu bleiben
- • Verwende den Chat, um Links oder Ressourcen zu teilen
- • Melde dich, wenn du nicht gut hören oder sehen kannst
Häufige Fehler bei Remote-Meetings, die Sie vermeiden sollten
Zu viele Teilnehmende einladen
Die Qualität von Remote-Meetings sinkt drastisch, je größer sie werden. Jeder zusätzliche Teilnehmer erschwert es, alle eingebunden zu halten, und verwandelt viele in passive Beobachter.
Lösung: Lade nur Personen ein, die aktiv teilnehmen müssen. Teile Aufzeichnungen oder Notizen mit den anderen.
Keine klare Agenda
Besprechungen ohne Agenda treiben ziellos dahin und verschwenden die Zeit aller. Die Teilnehmenden sind unvorbereitet und die Diskussionen bleiben ohne Fokus.
Lösung: Sende mindestens 24 Stunden vor dem Meeting eine ausführliche Agenda mit klaren Zielen.
Passive Moderation
Aktive Moderation ist der Schlüssel in Remote-Meetings. Ohne sie übernehmen dominante Stimmen das Gespräch und ruhigere Teilnehmende geraten in den Hintergrund.
Lösung: Sprechen Sie die Teilnehmenden direkt mit Namen an: „Sarah, wie ist Ihre Perspektive dazu?“
Keine Nachbereitung
Der Wert eines Meetings wird durch das bestimmt, was danach passiert. Ohne klare Nachverfolgung werden gute Diskussionen nicht in Taten umgesetzt.
Lösung: Weisen Sie Aktionspunkte mit Verantwortlichen und Fristen zu und teilen Sie Notizen innerhalb von 24 Stunden.